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An jedem 1. und 3. Sonnabend im Monat findet um 14.30 Uhr im Gemeindesaal der Katholischen St.-Joachim-Kirche, Johannisstr. 2, 01705 Freital, ein Begegnungsnachmittag statt.
Gäste sind willkommen!

An jedem Mittwoch (außerhalb der Schulferien) findet ein Sportabend statt, um 20 Uhr in der Turnhalle des Weißeritzgymnasiums, Krönertstr. 25, 01705 Freital. Mitspieler*innen sind herzlich willkommen!

Besuch der Possendorfer Windmühle am 21. Januar 2017

Beim jüngsten Begegnungsnachmittag sollte es um das Kennenlernen eines technischen Denkmals in der näheren Umgebung Freitals gehen: die Possendorfer Windmühle.

Dazu trafen wir uns am Deubener Busbahnhof und fuhren mit ca. 12 Geflüchteten per Linienbus nach Possendorf. Von der Haltestelle aus liefen wir bei sonnigem Winterwetter zum gut sichtbaren Wahrzeichen des Ortes, der mehr als 300 Jahre alten Windmühle. Empfangen werden wir von Werner Thümmel und seiner Ehefrau Hannelore.

Im vollbesetzten Gastraum erklärte er uns zunächst die Geschichte der Mühle – ein Mitglied unseres Bündnisses übersetzte für unsere Geflüchteten das Wichtigste in Englische. Anschließend ging es gemeinsam mit Werner Thümmel zum Rundgang durch die vier Etagen der im holländischen Stil errichtete Mühle. Interessiert hörten die Teilnehmer, dass die Windmühle nach dem Zweiten Weltkrieg einen pneumatischen Antrieb bekam, sodass ihre Flügel damit ausgedient hatten. Die Körner wurden nun per Luftdruck durch die Mühle transportiert.

Gestaunt wurde über die Größe der Mühlsteine. Einige Geflüchteten verglichen die Possendorfer Mühle mit den aus ihrer Heimat bekannten Wassermühlen.

Anschließend konnten sich noch alle bei Kaffee, Tee und frisch gebackener Dresdner Eierschecke im warmen Gastraum stärken.

- Ulli



2017/01/21 22:28 · erik

Weihnachtsfeier am 17. Dezember 2016

Mittlerweile bilden unsere Bündnismitglieder bei Veranstaltungen aller Art jeweils ein gut eingespieltes Team. Am 17. Dezember stand allerdings etwas Besonderes auf dem Plan: zum zweiten Mal seit unserer Gründung wollten wir gemeinsam mit Geflüchteten das Weihnachtsfest feiern. So trafen wir uns am Samstag vor dem 4. Advent eine Stunde von Beginn im Gemeindesaal der Katholischen Kirche. Stühle wurden gerückt, Tische dekoriert und eingedeckt, Kaffee und Tee gekocht, Stollen und Kuchen aufgeschnitten, Kerzen entzündet und vor allem viele Hände geschüttelt.

Denn zahlreiche Geflüchtete waren auch aus anderen Orten gekommen, hatten ihre Kinder, Freunde oder Verwandte mitgebracht. Man kannte sich aus gemeinsam besuchten Sprachkursen und von kulturellen oder sportlichen Veranstaltungen der vergangenen eineinhalb Jahre. Um das Anliegen unserer Feier noch verständlicher darstellen zu können, lasen Sabine und Osama gemeinsam einen Text über Weihnachten vor. Darin zogen sie in Deutsch, Englisch und Arabisch einen Kreis von der Geburt Jesu, seiner Bedeutung im Islam bis zur Tatsache, dass seine Eltern im heutigen Sinn ebenfalls Geflüchtete gelten würden. Sabine und Osama begrüßten in ihrer kleinen Ansprache noch einmal alle Gäste und erinnerten an die Tatsache, dass nicht alle ihre Familienmitglieder in den Heimatländern in Sicherheit wissen können.

Jetzt begann der Teil für die zahlreich erschienenen Kinder, denn der Weihnachtsmann klopfte deutlich hörbar an die Saaltür. Geschickt verstand es Stephan im Kostüm des bärtigen Alten die Kinder und Erwachsenen zu begeistern. So bat er darum, ihm in ihrer jeweiligen Landessprache „Hallo!“ zu sagen. Viele Geflüchtete und ihre Kinder bekamen Schokoladenweihnachtsmänner überreicht.

Nach Verabschiedung des Weihnachtsmanns setze sich Hilke ans Klavier und zusammen mit allen im Saal wurden nun bekannte Weihnachtslieder gesungen. Wer bei einigen Liedern nicht textsicher war, konnte auf die vorsorglich angefertigten Kopien zurückgreifen. Für unsere Besucher aber auch für die Mitglieder unseres Bündnisses dürfte diese Weihnachtsfeier wohl als Höhepunkt des zu Ende gehenden Jahres gelten. Schließlich scheint sie nicht nur den Geflüchteten gefallen zu haben, sondern hat den Bündnismitgliedern Impulse für weitere Aktionen im kommenden Jahr gegeben. Ein besonderer Dank gilt der Katholischen Gemeinde für die Bereitstellung des festlich dekorierten Gemeindesaals und der Nutzung des Klaviers.

- Ulli

2016/12/20 21:24 · erik

Schülerweihnachtsfeier am 7. Dezember 2016

Schüler einer fünften Klasse vom Evangelischen Gymnasium in Tharandt luden am Mittwoch Freitaler Flüchtlinge zum gemeinsamen Kegeln ein. Sie kamen aus Afghanistan, Syrien, Irak und Somalia.

Es wurde ein ausgelassener schöner Nachmittag für alle, nicht zuletzt wegen der erschwerten Kommunikation mit Händen und Füßen, auf Englisch und Deutsch.

Tarik aus Afghanistan staunte anerkennend über das gute Verhältnis der Kinder untereinander und zu ihren Lehrern. Als er in die Schule ging, galten strenge autoritäre Hirarchien, unter denen die Lehrer auch Gewalt auf die Kinder ausübten.

- Sabine

2016/12/08 22:00 · erik

Freitaler Schlossadvent am 3. Dezember 2016

Wir hatten einen wunderschönen Nachmittag auf dem Freitaler Schlossadvent auf Schloss Burgk.

2016/12/03 23:12 · erik

Begegnungsnachmittag am 19. November 2016

Syrisch Kochen mit Huryia

Pünktlich 13 Uhr ging es los. Ohne lange Einweisung und ausschweifende Sicherheitsbelehrung. Wir hatten das alles lange vorher mit der kleinen syrischen Mutter besprochen und sie kam voll bepackt und in ihrem Element an. Huryia gab sofort genaue Anweisungen an die verschiedenen Helfer aus Deutschland, Afghanistan, Syrien und Irak, dann wurde in kleinen Gruppen geschnippelt, geschält, vermengt, gewürzt, gelacht und nebenbei deutsch gelernt. Und das ganze noch einmal mit wieder anderen Zutaten.

So erzählte Hamid beim Zerkleinern von Möhren und Paprika folgenden Brauch aus seiner Heimat:
Wenn im Irak eine Frau sauer auf ihren Mann ist, verlässt sie ihn und zieht zu ihren Eltern. Ihr Ehemann muss sie dann bei ihren Eltern mit einem bestimmten traditionellen Lied frei singen. Dann können beide versöhnt zurück nach Hause gehen.

Es entstanden in den reichlich 2 Stunden Vorbereitung mit ca. 15 Helfern viele individuelle syrische Gerichte mit ungewöhnlichen Zutaten und Gewürzen, die geschmacklich und von Farbe und Konsistenz interessante Kontraste bildeten. Wir kosteten zunächst zögerlich und kritisch, dann wurde Huryia überschwänglich gelobt und wir freuten uns gemeinsam über die gelungenen Speisen und genossen deren Vielfalt.

Wir danken der katholischen Gemeinde für die Möglichkeit, die Küche zu nutzen und wir wollen das unbedingt wiederholen.

- Sabine

2016/11/20 18:31 · erik
start.txt · Zuletzt geändert: 2016/12/19 22:38 von erik